Ingrid Stein

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Albrecht Dürers aquarellierter Albtraum vom unheimlichen Wolkenbruch hinterlässt bei der Künstlerin einen nachhaltigen Eindruck. Sie hat in Kalifornien mehr als einmal erlebt, zu welchen Erschütterungen die Natur fähig ist. Dürers Schreckensvision paraphrasiert sie in einer Ätz-radierung, dem von ihr favorisierten Medium.

Mit dem Verfahren der „Solar-Ätzung“, das sie in Kalifornien kennen lernt, überführt sie die klassische Radierung in einen anderen ästhetischen Aggregatzustand mit überraschend subtilen Reizen. Auch die Druckplatten selbst werden Spielmaterial.
Die Künstlerin zerschneidet sie, setzt sie anders zusammen, kombiniert sie mit Elementen traditioneller Radierung und wendet überdies mit Schablonen und Spray-Farbe bei Drucken ganz ungewohnte Praktiken an.

So entstehen mit den Mitteln der Vervielfältigung Unikate.